Staufenbiel Red Cougar PNP

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2017-05-08
Ein neues Modell hat den Weg in meinen Hangar gefunden: Der Red Cougar von Staufenbiel.

Bei der Auswahl war das kleine Packmaß dieses Modells maßgebend. Ich wollte gerne ein Segelflug-Modell haben, das ich in einem Rucksack verstauen kann, um mit dem Quad auf den Flugplatz fahren zu können.

Das Modell sollte also auf keinen Fall mehr als 2 m Spannweite haben und die Flächen müssen geteilt werden können. Außerdem war ein abnehmbares Höhenleitwerk Bedingung. Ein etwas sportliches Modell sollte es auch sein und der Bauaufwand sich in Grenzen halten...  ;) Mehr als 300 Euro für das komplette Modell incl. Antrieb und Servos wollte ich auch nicht ausgeben.

All diese Voraussetzungen erfüllt der Red Cougar bestens.

Also habe ich dieses Modell bei Staufenbiel in der PNP Version um EUR 279.-- bestellt. Es war auch nach 4 Tagen bereits da, allerdings fehlte der 40 A Regler. Ein kurzer Anruf bei Staufenbiel und der Regler wurde innerhalb 3 Werktagen völlig unbürokratisch nachgesandt. Das ist Service! :)

Der Einbau der Fernsteuerung machte mir allerdings etwas Kopfzerbrechen. Im Prinzip kein Akt, aber die Servos sind im Rumpf unter der Tragfläche befestigt und Höhen- und Seitenruder werden über Bowdenzüge (0,8 mm Stahldraht) angelenkt. Beim Seitenruder auch kein Problem, weil dieser weitgehend gerade verläuft.

Beim Höhenruder allerdings machte der Bowdenzug Probleme, weil er in der Seitenflosse gekrümmt nach oben zum T-Leitwerk geführt wird. Durch die starke Biegung läuft der 0,8 mm Stahldraht leider etwas rauh mit dem Ergebnis, dass das Höhenruder nicht sauber neutralisiert (ca. 3 mm Abweichung an der Ruderkante). Anfangs bestand das Problem in beide Richtungen. Nachdem ich den Stahldraht nochmals erneuert und etwas besser gebogen und auch das Ruderhorn im Ruder etwas versetzt hatte, blieb das Höhenruder "nur" noch leicht (ca. 1-2 mm) auf "Höhe" stehen. Das war mir bei einem so schnellen Modell aber immer noch nicht genau genug.

Bild "red_cougar_01_t.jpg"Deshalb habe ich eine kleine Feder eingebaut, die Das Höhenruder immer in Neutralstellung zieht. Das ist jetzt nicht unbedingt die "hohe Kunst des Modellbauens" aber es fiel mir leider keine bessere Lösung ein und es ist kein großer Eingriff. Diese "Konstruktion" funktioniert bisher sehr zuverlässig. Das Servo hat auch keinerlei Probleme den leichten Federzug zu überwinden. Den zusätzlichen Stromverbrauch kann man wohl vernachlässigen.

Bild "red_cougar_02_t.jpg"Die Feder wird an der vorderen Seite mit einem Stück Stahldraht einfach im Kabinenhaugenrahmen eingehängt. Am Bowdenzug habe ich sie ebenfalls nur eingehängt und zwar an der Kröpfung, an der der Stahldraht in den Servoarm gehängt wird. Dadurch lässt sich die Feder bei Bedarf auch jederzeit wieder ganz schnell entfernen.



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Zum Fliegen kann ich mittlerweile sagen, dass der Red Cougar genau dem entspricht, wie ich ihn mir gewünscht habe: Ein flottes Modell, dass Spaß macht. Kein "richtiger" Hotliner, aber das war auch nicht oberste Priorität.

2017-05-13

Nun gibt es auch ein Video vom Red Cougar von einem der ersten Flüge.



Auf dem Höhenruder musste ich  anschließend noch mehr Expo programmieren, da er sehr empfindlich reagiert, wie man im Video sieht. Rollen, Loopings und schnelle, steile Steigflüge macht der Cougar sehr gut, kann man aber auf dem Video leider nicht sehen, da bei diesen schnellen Figuren leider der Autofocus der Cam nicht mehr hinterher kam... :-(

2017-06-13

Nach einer Reparatur des Rumpfes und der Tragflächen nach einem kapitalen senkrechten Absturz fand heute der erneute "Erstflug" statt.

Und ich muss sagen, jetzt bin ich sehr zufrieden mit dem Red Cougar.

Der Absturz war bedingt durch einen Strömungsabriss bei einem Looping. Der vom Hersteller angegebene Wert für den Höhenruderausschlag von 9 mm ist deutlich zu groß. Zieht man bei höherer Geschwindigkeit voll durch, steigt der Red Cougar senkrecht nach oben und erleidet einen heftigen Strömungsabriss über die rechte Fläche (bei meinem). Anschließend geht er ins senkrechte Trudeln mit Übergang zur Steispirale. Versucht man diese durch Ziehen zu beenden, kann passieren, dass er sofort wieder abreisst, wenn man dabei zu stark gezogen hat... :oops:  
Genau das war bei mir passiert und der Cougar bohrte sich aus ca. 70 m senkrecht in den Boden... Für diesen Absturztyp ist durch die feuchte Wiese aber recht wenig passiert. Nur der Rumpf musste an den Tragflächenauflagen und am Rumpfboot geharzt werden. An einer Fläche war der Stift, mit der die Fläche vorne im Rumpf fixiert wird, herausgerissen.

Vor dem erneuten Erstflug habe ich den Höhenruderweg per Dual Rate auf 50 % begrenzt. Die Wirkung des HR ist immer noch sehr gut, aber er geht nicht mehr in den Strömungsabriss.  :-D

Außerdem konnte ich nach dem Wiedereinbau der Servos die o.g. Federückstellung entfernen. Ursache für das ungenaue Rückstellen war ein von mir etwas lasch gekröpfter Bowdenzug. Durch die etwas zu hohe Kröpfung wanderte der Draht im Servoarm etwas auf und ab und hat daher nicht sauber neutral gestellt... :|  

Offensichtlich gilt auch hier die Regel, dass ein Modell erst nach dem ersten Absturz so richtig fliegt... ;)  :irre: